Verdener Aller Zeitung vom 05.04.2019
 

Lizenz Unterweser: DEA beantragt Verlängerung
Weiterhin um Austausch bemüht

Landkreis – Die Ankündigung der Dea vom September 2018, Anfang 2019 auf der Suche nach Erdgas seismische Messungen in den Landkreisen Verden, Osterholz, Rotenburg und Diepholz, im sogenannten Feld Unterweser, durchzuführen, brachte die Bevölkerung auf. Zwei Monate später reagierte das Unternehmen auf den Druck diverser Bürgerinitiativen. Es setzte die geplanten Untersuchungen aus und zog einen entsprechenden Genehmigungsantrag beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (Lbeg) zurück.

Jetzt beantragte die Dea nach eigenen Angaben die Verlängerung der Aufsuchungserlaubnis für das Feld Unterweser. Dies sei erforderlich, da die derzeitige Erlaubnis zum 31. Juli auslaufe.

 
 
 
 
 
 
Anmerkung:
 
Mit der von DEA beantragten Verlängerung der Mitte 2019 auslaufenden Erlaubnis, im s. g. Erlaubnisfeld „Unterweser“ nach Kohlenwasserstoffen, in diesem Fall Erdgas, suchen zu dürfen, wird erneut von DEA unzweifelhaft unter Beweis gestellt, dass dieses Unternehmen keinesfalls gewillt ist, auf die Ausweitung der Erdgasförderung in unserer Region zu verzichten und somit die Interessen weiter Teile der Bevölkerung einfach ignoriert.
 
 
 

Mit Pressemitteilung vom 06.02.2019 teilt DEA mit, dass sie die Entsorgung von Lagerstättenwasser neu Konzipieren wird. Im Zuge dieser Umstellung wird das von DEA geplante Projekt, Lagerstättenwasser über die (ausgeförderte) Bohrung "Völkersen Nord Z 3" zu entsorgen, aufgegeben. Hiermit vollzieht DEA eine unserer schon lange bestehenden Forderungen, denn damit wären viele ungeklärte Risiken verbunden, deren Tragweite nicht abschätzbar sind. Das in diesem Zuge auch die Versenkbohrung Wittorf Z 1 aufgegeben wird, ist ebenfalls eine gute Nachricht.

Einzelheiten sind der PM zu entnehmen: DEA Pressemitteilung vom 06.02.2019

Von DEA geplantes Bohrprojekt Völkersen Z 12 im Wasserschutzgebiet "Panzenberg"

Mit Pressemitteilung vom 18.12.2018 teilt die DEA mit, dass sie beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) den Antrag auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung - Vorprüfung (UVP-V) zurückgezogen hat und stattdessen einen Antrag auf eine freiwillige Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für das geplante Projekt "Völkersen Z 12" gestellt hat.

Dieses ist zwar zu begrüßen, wird hierdurch das behördliche Verfahren öffentlich. Damit besteht auch für die Bevölkerung die Möglichkeit, sich intensiv mit diesem Projekt auseinanderzusetzen und zu äußern sowie ggf. an einem Erörterungstermin teilzunehmen.

Anm.:

Erdgasförderstellen in Wasserschutzgebieten bedeuten eine grundsätzliche Gefährdung des Grundwassers, sowohl aus der abgeteuften Bohrung selbst, als auch dem oberirdischen Betrieb. Selbst DEA räumt ein, dass es eine 100 %tige Sicherheit nicht gibt. Insofern darf unter Berücksichtigung des Besorgnis-/Vorsorgegrundsatzes eine Zulassung nicht erfolgen, leider entspricht dieses aber nicht gängiger Praxis.

Darüber hinaus bleibt auch festzustellen, dass das in Deutschland geförderte Erdgas nur minimal zum Bruttoenergiebedarf der BRD (~ 1,7 %) beiträgt, hierauf kann gut und gerne verzichtet werden. Eine Ausweitung der Erdgasförderung im LK VER entspricht auch nicht dem politischen Willen der Fraktionen im Kreistag Verden.

20.12.2018 WM

Im Landkreis Verden, mit Schwerpunkt im Flecken Langwedel, sind infolge der Erdgasförderung diverse Erdbeben aufgetreten, die teils zu erheblichen Gebäudeschäden geführt haben. Hier die aktuelle Übersicht der bisherigen Erdbeben auf Basis der vom Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie e.V. (BVEG) und dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) bereitgestellten Daten.

 

Die DEA AG, Deutsche Erdöl AG, beabsichtigte Anfang des Jahres 2019 seismische Messungen in den Landkreisen DH, OHZ, ROW und VER durchzuführen, um weitere Erdgaslagerstellen aufzuspüren und ggf. auszubeuten. Massiver öffentlicher Protest und Widerstand hiergegen, aber auch die deutliche Ablehnung durch die regionale Politik gegen diese DEA Pläne, hat DEA dazu bewogen, die seismischen Messungen zunächst nicht mehr durchzuführen.  Der hierzu beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie von DEA gestellte Antrag ist zwischenzeitlich zurückgezogen worden, wie das Landesamt Bergbau, Energie und Geologie, LBEG in dieser PM mitteilt.

Medienecho hierzu:

DEA setzt seismische Messungen in vier Landkreisen aus, Kreiszeitung vom 03.12.2018

DEA setzt geplante Messungen in Bremer Region aus, Weser Kurier vom 02.12.2018

Erdgas-Suche: Die Skepsis bleibt, Wümme-Zeitung vom 03.12.2018

DEA stoppt Erdgassuche im Bremer Umland, buten und binnen vom 03.12.2018

DEA stoppt Erdgas-Erkundungen vorerst, NDR vom 03.12.2018